Vogel-Vielfalt im Feld: Bodenbrüter in Rodgau

Die Corona-Pandemie hat auch einen Zuwachs an Haustieren beschert, auf eine Bürgeranregung hin weisen die Rodgauer Grünen deshalb auf die Leinenpflicht während der Brut- und Setzzeit hin.
Vom 15. Februar bis 15. Juni jeden Jahres gilt eine Schonzeit nicht nur für die bodenbrütenden Vögel, sondern ebenso für viele andere einheimischen Wildtiere. Denn auch sie bekommen im Frühjahr

Nachwuchs und reagieren auf Störungen sehr empfindlich. Aktuell sind besonders nie jungen Rehkitze gefährdet, aber auch viele heimische Vogelarten. Denn nicht alle Vögel bauen ihre Nester in Büschen oder Bäumen. Manche Vogelarten legen ihre Nester auf dem Erdboden an.

Viele dieser so genannten Bodenbrüter waren in Rodgau früher durchaus verbreitet, sind inzwischen aber nur noch selten zu finden und teilweise sogar vom Aussterben bedroht. Da auch das Wissen um diese bodenbrütenden Vogelarten in Vergessenheit gerät, hat der Stadtverband der Rodgauer Grünen schon 2014 eine Informationsbroschüre über die wichtigsten, bedrohten Bodenbrüter Rodgaus heraus gegeben die auf der Grünen Homepage zum download bereit steht.

Neben Wildtieren wie Fuchs, Waschbär, Marder, Dachs und Krähe stellen auch Menschen - insbesondere Spaziergänger mit freilaufenden Hunden - aus Wiesenvogel-Sicht ein großes Störpotenzial dar. Um diese bedrohten bodenbrütenden Vogelarten während der sensiblen Brut- und Aufzucht-Phase besser zu schützen, gilt in Rodgau vom 15. Februar bis 15. Juni eine Anleinpflicht für Hunde außerhalb der bebauten Bereiche in der gesamten Feld- und Flurgemarkung.
Diese Schonzeit hilft nicht nur bodenbrütenden Vögeln, sondern ebenso vielen anderen einheimischen Wildtieren. Denn auch sie bekommen im Frühjahr Nachwuchs und reagieren auf Störungen sehr empfindlich.